SAPV

Liebe Patienten,

Hand aufs Herz, haben Sie sich schon mal darüber Gedanken gemacht, wie der Abschnitt aussehen soll, den wir als unseren letzten Weg bezeichen?

Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.
Helfen Sie, dafür bessere Bedingungen zu schaffen!

Ungern setzen wir uns, zu keinem Zeitpunkt in unserem Leben mit dem Thema Tod und Sterben auseinander und dabei wollen wir doch auch diese Phase selbstbestimmt durchlaufen. Diese Phase hat nicht immer nur etwas mit Alter zu tun, denn wir können zu jeder Zeit und in jedem Alter die Diagnose einer  lebensbegrenzenden Erkrankung erhalten oder wir werden von einem Akutereignis getroffen. Soll zu diesem Zeitpunkt alles so geschehen, wie sie sich das vorstellen, müssen sie und das am Besten in jedem Alter, Vorkehrungen treffen.

Hierzu lege ich Ihnen dringendst die Erteilung einer Vorsorgevollmacht, sowie das Verfassen einer Patientenverfügung ans Herz.

Haben sie diese beiden Dinge getan, haben Sie für sich schon sehr viel geregelt.

Andrea Paul
PDL

Mit der Vorsorgevollmacht können Sie einer anderen Person das Recht einräumen, in Ihrem Namen stellvertretend zu handeln. Die Vorsorgevollmacht kann sich auf die Wahrnehmung bestimmter einzelner oder aber auch aller Angelegenheiten beziehen. Sie können vereinbaren, dass von der Vorsorgevollmacht erst Gebrauch gemacht werden darf, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, über ihre Angelegenheiten zu entscheiden. Die Vorsorgevollmacht gibt Ihnen die Möglichkeit, die Bestellung eines Betreuers oder einer Betreuerin durch das Betreuungsgericht zu vermeiden. Sie sollten aber nur eine Person bevollmächtigen, der Sie uneingeschränkt vertrauen und von der Sie überzeugt sind, dass sie nur in Ihrem Sinne handeln wird.

Link: Formulardownload von www.bmjv.de

Mit der gesetzlich geregelten Patientenverfügung können Sie für den Fall der späteren Entscheidungsunfähigkeit vorab schriftlich festlegen, ob Sie in bestimmte medizinische Maßnahmen einwilligen oder sie untersagen. Der Arzt hat dann zu prüfen, ob Ihre Festlegung auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutrifft. Ist dies der Fall, so hat er die Patientenverfügung unmittelbar umzusetzen. Link: Formulardownload von www.bmjv.de